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Die Familiengeschichten der Ahnenliste Geßler

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Die Familie Geßler <AAAC>

Die Familie Geßler stammt aus Ebingen und ist seit dem 17. Jahrhundert in der k.k.v.ö. Stadt Horb a.N. ansässig. [1] (Allerdings wird schon 1405 ein Hans Geßler in Horb erwähnt.) Der wichtigste Wirtschaftszweig dort war die Zeugmacherei, die im Laufe der Zeit immer mehr von der Geßlerschen Zeughandelskompanie beherrscht wurde; die gesamte Produktion lag schließlich in ihren Händen. Horb war im 17. Jahrhundert der größte Textilmanufakturplatz in Vorderösterreich. Das Zeug, eine speziellere, feinere Tuchart, wurde vornehmlich im Ausland abgesetzt. Ein Großteil des italienischen Klerus kleidete sich in Horber Wollstoffe und auch die in Kirchen verwendeten bemalten Hungertücher kamen oft aus Horb.

Die Familie Geßler handelte mit allem, was Geld einbrachte (u.a. Gerbereiprodukte und Salz) und hatte zeitweilig das Handels- und Geschäftsmonopol in Horb, worüber es starke Beschwerden der Bürgerschaft gab. Durch geschickte Familienpolitik gelang es den Geßlers, Konkurrenzunternehmen verwandtschaftlich zu binden. Sie begannen 1758 mit dem Seidenhandel; das Knowhow kam vermutlich aus Bozen, wo sie auf den Textilmessen vertreten waren. Die Seide wurde an Maulbeerbäumen auf ehemaligen Rebhängen gewonnen. Um 1785 errichteten sie noch eine Tabakfabrik. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ging die Glanzzeit des Geßlerschen Familienunternehmens zu Ende; es kam zu internen Streitigkeiten und durch die Folgen der Französischen Revolution und hohe Zölle zu großen Umsatzeinbußen, sodass bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Tuch- und Zeugproduktion nach und nach zurückging und schließlich ganz endete.

Die Geßlers waren auch immer wieder in führenden Stellungen der Stadt vertreten. Horbs Stadtrat (Magistrat) bestand bis 1751 aus 24 Mitgliedern, von denen 12 das Gericht bildeten (Besoldung: 8 fl), darunter die beiden Bürgermeister (20 fl), denen die eigentliche Verwaltung oblag. Die zwölf Ratsherren erhielten 5 fl Besoldung. An der Spitze der Stadt stand der Stadtschultheiß; seit 1714 war dieses Amt mit dem des Obervogtes vereint. Dem Obervogt, der 1772-1781 im alten Rathaus residierte, unterstanden neben der Amtsstadt Horb die beiden Amtsflecken Bildechingen und Eutingen unmittelbar, die vier Flecken Ihlingen, Altheim, Grünmettstetten und Salzstetten nur mittelbar; die Ortsherrschaft über diese vier übte das Horber Spital aus. Als Spitalpfleger wurde jeweils ein Bürgermeister und ein Richter eingesetzt; die anderen städtischen Ämter übernahmen meist die übrigen Räte. Ab 1751 wurde der Rat verkleinert und dreigeteilt: Die engere Deputation bestand aus einem Bürgermeister (Besoldung 120 fl), zwei Räten (65 fl) und dem Stadtschreiber (150 fl; ab 1772 gleichzeitig Kanzleiverwalter der Obervogtei Horb). Das Gericht setzte sich aus diesen und vier weiteren Richtern (12 fl) zusammen. Der äußere Rat aus sechs Gemeindevertretern (4 fl) bildete das dritte Gremium. Oberpfleger des Spitals wurden der Stiftsprobst und der Obervogt. [2] 1786 erfolgte eine weitere Neuordnung der Verwaltung.

Erhard Geßler <A3C-F> (1570-1629) aus Ebingen heiratete nach dem Tod seiner ersten Frau Magdalena Beutter 1604 Maria Schertlin aus Hornau (1582-1618) und am 21. Januar 1619 Magdalena Steimle (geboren 1597 in Horb; zu den Nachfahren dieser Ehe gehört die Familie des bekannten Landeshistorikers Prof. Hans Martin Decker-Hauff, der 1992 starb). Erhard zog mit seinem Sohn Andreas Geßler <A3C-G> (1599-1683) nach Horb, um das große Erbe seiner Großeltern Hans Burrus <A3CG-A> und Barbara Herbst sowie seiner Schwiegermutter Anna Breuning <A3CF-A> anzutreten. Die Großeltern waren reich begütert und stammten aus Stuttgart. [3]

Andreas Geßler heiratete Anna Maria Gfrörer (1599-1670), deren Vater Sebastian Gfrörer <A3CE-A> der vermögendste Horber Färber war und 1615 im Musterregister der Grafschaft Hohenberg 2000 fl, zwei Zugpferde und ein Reitpferd besaß. Durch diese Heirat entstand über Anna Marias Bruder Michael Gfrörer und dessen Nachkommen eine wichtige Vertragsverbindung zu der Calwer Zeughandelskompanie, dem damals größten altwürttembergischen Wirtschaftsunternehmen. [4] Im Vertrag verpflichtete sich die Kompanie zur Abnahme von festgesetzten Mengen (4 bis 6% der Gesamtproduktion) Horber Halbfertigprodukte zu besseren Preisen als im freien Handel. Einerseits garantierte dies den Horbern regelmäßige Umsätze, andererseits konnten die Calwer ihren Konkurrenten besser kontrollieren und ihn von den Messen fernhalten. Dies gelang aber nur in geringem Maße, denn die Horber konnten sich ihre Unabhängigkeit bewahren. So kam es gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu harten Konkurrenzkämpfen; trotzdem nahmen die Calwer weiterhin die festgesetzten Mengen zu erhöhten Preisen ab.

In Horb wurde Andreas Handelsherr, 1637 Ratsherr, 1655 Bürgermeister, sowie 1648/50, 1650/51 und 1663/64 Spitalpfleger. Seine Tuche wurde von Faktoren (Büros) auf diversen Messen (Frankfurt und insbesondere Bozen) verkauft. Ein Ölbild von Andreas Geßler war 1935 im Besitz der Familie C. Geßler in Horb. [5] Eine Votivtafel von ihm, seinen drei Kindern und deren Familien befindet sich heute im Horber Museum "Hoher Giebel"; [6] sie wurde für das Kloster Kirchberg (heute Sulz-Renfrizhausen) 1688 oder 1689 vermutlich im Zusammenhang mit dem Neubau der Klosterkirche gemalt. Auch Andreas' Tochter Sabine ist darauf zu sehen, die Nicolaus Gerber heiratete und deren Enkel Fürstabt Martin Gerbert von St. Blasien ist.

Nach der Zustimmung des Horber Magistrats 1639 zur Errichtung eines Franziskanerklosters setzte sich insbesondere Andreas Geßler, auch mit eigenen finanziellen Mitteln, dafür ein, dass ab 1655 mit dem Bau begonnen werden konnte. Er bekam dafür den Titel "pater franziscanorum" (Geistlicher Vater der Franziskaner) und wurde nach Beendigung der Bauarbeiten 1661 besonders gelobt. Am 1. September 1659 erhielten Andreas, seine Frau und sein Sohn Johannes Geßler <A3C-D> (1630-1705) durch den Franziskaner Provinzial die Erlaubnis, sich in der Liebfrauenkapelle, die vom Bischöflichen Ordinariat Konstanz und dem Horber Magistrat den Franziskanern als Klosterkirche überlassen worden war, [7] begraben zu lassen. Der gemeinsame Grabstein von Vater und Sohn ist mit dem Wappen der Geßlers geschmückt. [8] Der bärtige Mann der Helmzier trägt das Handelszeichen der Geßler, ein Savoyardenkreuz (vgl. Vivell).

Johannes Geßler <A3C-D> war Handelsherr, Zeugfabrikant, "Pater Franciscanorum", ab 1690 Bürgermeister sowie 1675-76 und 1694-98 Spitalpfleger. In erster Ehe heiratete er Anna Erath, in zweiter Ehe am 4. Mai 1688 Anna Maria Stahl verwitwete Hofmeister. Von ihm gibt es ein Ölbildnis, das heute im Besitz von Franz Geßler in Horb ist. [9] Bei der ersten Hochzeit von Fürstabt Martin Gerberts Vater in Rottenburg war Johannes Deputierter der Stadt Horb.

Andreas Geßler <A3C-C>, geboren 1667, heiratete in der Maria-Hilf-Kapelle, einer Wallfahrtskirche auf dem Welschenberg bei Mühlheim a.d. Donau (heute Ruine), Anna Maria von Lentz (geboren 1670), die als Witwe 1715 die höchsten Steuern in Horb bezahlte. [10] Seine Schwester Maria Legata Geßler, geboren 1658 oder 1670, war die erste Frau von Hans Martin Dieringer <A3CB-A>.

Georg Franz Geßler <A3C-B> (1691-1763) war Zeugfabrikant, "Pater Franziscorum" und ab 1738 Senator. In erster Ehe heiratete er am 4. Mai 1716 Maria Magdalena Teufler, in zweiter Maria Anna Dieringer. Bei der Wahl des Bürgermeisters 1751 - jeder Bürger durfte drei Personen vorschlagen - erhielt er hinter dem Barbier Johann Binder die zweitmeisten Stimmen. Da Binder aber als "Hauptanführer der allhiesigen unruhigen Partei" galt, erhielt Geßler den Vorzug als der "bestbemittlete dahier", dem außerdem gute Qualitäten bescheinigt wurden. [11] 1758 erwarb er das von Stubensche Schlösschen in Horb, das die Familie bis 1847 besaß. [12] Er richtete darin eine Seidenweberei und Färberei ein; in zwei Zimmern wurden die Decken durchbrochen und Aufzugsschächte eingebaut. 1762 bekam Georg Franz für sich und seine direkten Nachkommen ebenfalls die Erlaubnis zur Beisetzung in der Liebfrauenkapelle, in der sich sein mit dem Geßler-Wappen geschmückter Grabstein befindet. [13]

Severin Geßler <A3C-A> (1737-1799) absolvierte an der Universität Dillingen sein Grundstudium (Zeugnis der theologischen Fakultät vom 24.8.1755) und immatrikulierte sich im Wintersemester 1755/56 an der theologischen, ein Jahr später an der juristischen Fakultät der k.k.v.ö. Universität in Freiburg. [14] (1756/57 war Philipp Joseph Strobel <A3D-A>, der Großvater seines Schwiegersohnes Philipp Schwab, Direktor der Freiburger Universität.) Nach seiner Rückkehr nach Horb war Severin zunächst 1761 bis 1772 Stadtschreiber, wurde am 23. August 1772 wegen Unregelmäßigkeiten in der Rechnungsführung des Obervogtes zum Kanzleiverwalter und 1777 zum Obervogt ernannt. [15] Nachfolger als Obervogt wurde nach seinem Tod sein Schwiegersohn Johann Nepomuk Millauer.

1780 ersteigerte Severin für 815 fl die Klosterscheuer des Franziskanerinnenklosters [16] und kaufte ein Jahr später vom Horber Chorherrenstift ein Haus auf dem Markt. Seine erste Frau Maria Viktoria Gall stammte aus einer in Weil der Stadt ansässigen Tuchhändlerfamilie <A3CA>. [17] Inwieweit dies Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Geßlers hatte, lässt sich nicht mehr nachweisen. In zweiter Ehe heiratete er am 12. Februar 1795 in Wollenstetten Maria Josefa von Wocher. Seine Tochter Maria Josepha heiratete Philipp Schwab <A3-C>. (Ein Portrait Severins ist heute im Besitz von Franz Geßler in Horb.) [18]

Im Stadtarchiv Horb findet sich ein Handlungsbuch der Jahre 1799 bis 1814 von Franz Josef Geßler (1760-1836), das die Geschäfte der Geßlers mit Seide und Tuche verzeichnet; zum Kundenstamm gehörte "Seiner Wohlgeboren Herrn L. Schwab" aus Wolfach, der in dieser Zeit für 216 fl Umsatz sorgte und damit an 22. Stelle lag. Vermutlich ist damit entweder Philipp Schwab <A3-C> gemeint, der mit Franz Josefs Cousine Maria Josepha verheiratet war, oder dessen Vater Valentin Schwab <A3-D>. (Der Absatzschwerpunkt der Seide lag im Kinzigtal; insgesamt sind 37 Kunden verzeichnet.)

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Die Familie Gall < AAAC.A>

Die Familie Gall war im 17. und 18. Jahrhundert die mächtigste und reichste Familie in der kleinen Reichsstadt Weil der Stadt. [21] Nach einer alten Familientradition sollen die Galls aus Italien stammen. Bereits im 16. Jahrhundert ist das Geschlecht in Weil der Stadt vertreten. Nach der Zerstörung der Stadt im Oktober 1648 durch eine Feuersbrunst wurde gegen Jahresende ein Hans Gallus als einer von vier Bürgern in das Interimsregiment aufgenommen, das die prekäre Lage der ausgebrannten und entvölkerten Stadt stabilisieren sollte. [22]

Die urkundlich nachweisbare Ahnenreihe beginnt mit Hans David Gall d.Ä. <A3CA-D> und führt über Hans David d.J. <A3CA-C> zum Handelsmann Joseph Gall <A3CA-B> (1670-1740), der 1728 bis 1740 Mitglied und zeitweise Präses des Weil der Städter Ausschusses (ständiges Verfassungsorgan der Bürgerschaft) war. [23] Zu den Nachfahren von Joseph gehören u.a. Dr. med. Hans Michael Gall (1741-1805), [24] Professor der Medizin an der Universität Freiburg i. Br., sowie der bekannte Arzt und Schädelforscher Franz Josef Gall (1758-1828). [25] Der bedeutendste Vertreter der Familie in Weil der Stadt selbst war der Kaufmann und Bürgermeister Anton Gall <A3CA-A> (1715-1791), [26] der wie seine Vorfahren überwiegend mit Tuche und Zeugwaren handelte. Drei Portraits von ihm haben sich bis heute erhalten. [27] Verheiratet war er mit Katharina Beyerle, von der ebenfalls noch ein Bild existiert. [28]

Weil der Stadts Wirtschaft wurde früher, ähnlich wie in Horb und Calw, durch das Textilgewerbe beherrscht. Erste Hinweise auf die Existenz einer Weiler Zeughandels-Kompanie, die u.a. auf den Zurzacher und Bozener Messen vertreten war, finden sich bereits im Jahre 1690, als Bürgermeister Hans David Gall <A3CA-C> und zwei Ratsmitglieder Handel mit Wollstoffen betrieben. [29] Vermutlich stand die Weiler Kompanie zeitweise mit der Calwer "Zeughandels-Compagnie" in enger Geschäftsverbindung. Durch den Verlust der meisten Akten nach Auflösung der Kompanie im 19. Jahrhundert ist nur wenig über ihre Geschichte bekannt. Inwieweit im Jahre 1770 die Heirat von Anton Galls Tochter Maria Viktoria mit Severin Geßler <A3C-A> aus Horb, der die dortige Zeughandelskompanie leitete, Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Galls hatte, lässt sich deshalb nicht mehr nachweisen.

Um 1750 errichtete Anton Gall in Weil der Stadt eine Tabakfabrik, die ihm zusätzlichen, großen Gewinn einbrachte. Durch seinen Reichtum war es ihm möglich, großen Einfluss auf die Entwicklung seiner Heimatstadt zu nehmen; das wirtschaftliche und politische Überleben der Reichsstadt hing entscheidend von seiner Person ab. Zum Unterhalt einer Realschule, die er auf eigene Kosten errichten ließ, stiftete er 4300 fl in bar. 1755 gewährte die von ihm dominierte Zeughandelskompanie der Stadt einen Kredit von 600 fl. [30] Nachdem der Siebenjährige Krieg (1756-63) der Reichsstadt über 24 000 fl Schuldenlast eingebracht hatte, lieh Anton 1775 der Stadt 20 000 fl aus seinem Privatvermögen, die er sich "mit 3 FL pro cento jährlich aus dem Stadtaerario, und zwar aus der jährlichen Martini-Steur und dem Umgeldt" bei einer Laufzeit von 31 Jahren verzinsen ließ. [31] Bis zu seinem Tode waren diese Schulden noch nicht beglichen; sie führten deshalb zu einer Verschärfung innerstädtischer Konflikte um die Besetzung der Ratsgremien der Stadt. [32] Der große Einfluss der Familie Gall auf den Rat und die Stadt blieb durch die Schuldenlast noch lange erhalten.

Die Familie Gall bewohnte ein schönes, großes Haus auf der Nordseite des Marktplatzes, das von Antons Sohn Johann Baptist Gall nach 1791 abgerissen und neu erbaut wurde. Verschiedene, mit dem Gallschen Wappen verzierte Gegenstände finden sich in der städtischen Altertumssammlung in Weil der Stadt und in Privatbesitz. Auf einer Grabtafel bei der St. Michaelskirche steht geschrieben: "1791. den 17. May ist in Gott seelig verschieden, Herr Anton Gall, seines Alters 76. Jahr, Gott sey ihm gnädig!". [33] Die zahlreichen Nachfahren Anton Galls wurden 1938 von Theo Insam veröffentlicht. Antons Sohn Joseph Anton (1748-1807), der ab 1767 in Heidelberg studierte, [34] wurde Bischof von Linz.

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Die Familie Erath <AAAC.D>

Im Horber Heimatmuseum ist ein großes Epitaph von Johannes Erath <AAAC.D-A> und seiner Frau Anna Eittenbantz mit der "Auferweckung des Lazarus" zu finden. Die jetzt fehlende Beschriftung wurde 1939 von Martin Steim notiert: "Anno dni 1624, den 5. decembris starb Joan erat, dem Gott genade. Amen. Anno dni 1617, den 9. August starb Anna Eittenbentzin deren Gott gnädig sein welle, amen." Darunter waren ihre Kinder bildlich dargestellt. Zu den Nachfahren von Johannes Erath zählt der bekannte Dichter Josef Victor von Scheffel. [35]

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Die Familie Herzog <AAAC.DAA>

Vier Grabsteine der Familie Herzog befinden sich in der Stiftskirche in Horb. Michael Herzog (gestorben 1586; ein Prediger des Stiftes), auf dessen Epitaph das Allianzwappen seiner Eltern sowie er selbst abgebildet sind, [36] hinterließ beim Horber Spital eine Stiftung über 400 fl, aus deren Zins die Nachfahren aus seinem Geschlecht beim Studium unterstützt werden sollten. Über die Nachkommen seiner Eltern Hans Herzog <AAAC.DAA-A> und Maria Grieb, deren Grabmal zwischen den beiden Wappenschilden als Zeichen der Vergänglichkeit ein Stundenglas zeigt, [37] gibt es deshalb umfangreiche Aufzeichnungen.

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Die Familie Burrus <AAAC.G>

Die Familie Burrus gehörte in Stuttgart zu den angesehensten Familien. Hans Burrus <AAAC.0-GA>, Bürgermeister in Stuttgart, und seine Frau Anna Barbara Herbst waren reich begütert. Sie zogen um die Mitte des 16. Jahrhunderts von Stuttgart nach Horb, wo sich in der Liebfrauenkapelle ihr Grabmal befindet: der obere Teil, vielleicht von einem anderen Denkmal übernommen, zeigt eine Szene der Auferstehung Christi. Im mittleren Teil sind ihre beiden Wappen zu sehen, links und rechts oben davon ihre Portrait-Medaillons; unter dem zweiteiligen Schriftfeld befinden sich zwei Reliefs. [19] Vielleicht ist Johannes Burrus identisch mit Hans Purras, der 1559 einen Wappenbrief erhielt. Barbara Herbsts Vorfahren stammen möglicherweise aus Nagold: [20] ihr Sohn Anstett hat den gleichen Vornamen wie die Hegel-Ahnen 980, 1960 und 3920. In Tübingen war ein Bartholomäus Herbst 1544 einer der 20 reichsten Bürger.

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Anmerkungen

  1. Familiengeschichte nach: Theo Insam, Ahnentafel des Franz Christian Klaus Theodor Insam, mit einem Anhange: die Nachfahren seiner acht Ururgroßeltern-Paare, Nürnberg 1935; Martin Steim, Die Herkunft und Familie des Fürstabts Martin Gerbert. In: Miseremini mei, saltem vos amici mei. Fürstabt Martin Gerbert 1720-1793. Horbs großer Sohn, Horb a.N. 1993, (Veröffentl. d. Kultur- u. Museumsvereins Horb a.N. e.V.; Folge 9, Mai 1993), S. 17-44. Zur Handelsgeschichte s. Franz Geßler, Horber Tuch und Zeug als Exportartikel. Ein unbekanntes Kapitel vorderösterreichischer Wirtschaftsgeschichte. In: Zwischen Schwarzwald u. Schwäbischer Alb. Das Land am oberen Neckar, hrsg. v. Franz Quarthal, Sigmaringen 1987, (Veröffentl. d. Alemannischen Instituts Freiburg i.Br.), S. 447-468. Zum Seidenhandel s. Franz Geßler, Über den Horber Seidenhandel um 1800. In: Der Sülchgau. Jahresgabe d. Sülchgauer Altertumsvereins e.V. 24 (1980), S. 36-42. Zur Stadtgeschichte Horbs s. Hans Peter Müller, Horb im 18. Jahrhundert. In: Miseremini mei, saltem vos amici mei. Fürstabt Martin Gerbert 1720-1793. Horbs großer Sohn, Horb a.N. 1993, (Veröffentl. d. Kultur- u. Museumsvereins Horb a.N. e.V.; Folge 9, Mai 1993), S. 1-16. [Zum Text]
  2. Über das Spital vgl. Joachim Köhler, 600 Jahre Stiftskirche Heilig-Kreuz in Horb. Eine Festschrift, Horb a.N. 1987, S. 161-172. [Zum Text]
  3. Vgl. Kapitel 2.3.AAAC.0-G Die Familie Burrus. [Zum Text]
  4. Walter Troeltsch, Die Calwer Zeughandelskompagnie und ihre Arbeiter. Studien zur Gewerbe- und Sozialgeschichte Altwürttembergs, Jena 1897. [Zum Text]
  5. Abb. in Insam, Ahnentafel Insam, vor S. 51. [Zum Text]
  6. Abb. in Steim, Martin Gerbert, S. 28. [Zum Text]
  7. Manz, Liebfrauenkapelle, S. 17ff. [Zum Text]
  8. Ebd. S. 38. Vgl. Steim, Martin Gerbert, S. 31. [Zum Text]
  9. Abb. in Geßler, Horber Tuch und Zeug, S. 528. [Zum Text]
  10. So bei Steim; nach Insam war Andreas nach ihrem Tod noch einmal verheiratet. Vgl. Müller, Horb im 18. Jahrhundert, S. 16. [Zum Text]
  11. Müller, Horb im 18. Jahrhundert, S. 9. [Zum Text]
  12. Stuben'sches Schlößchen. In: Adressbuch Stadt Horb a.N. 1985. S. 28. [Zum Text]
  13. Manz, Liebfrauenkapelle, S. 37. [Zum Text]
  14. Friedrich Schaub, Die Matrikel der Universität Freiburg i.Br. von 1656-1806, Bd. 1, Freiburg i.Br. 1955, 1756-57, Nr. 9. [Zum Text]
  15. Franz Quarthal, Georg Wieland u. Birgit Dürr, Die Behördenorganisation Vorderösterreichs von 1753 bis 1805 und die Beamten in Verwaltung, Justiz und Unterrichtswesen, Bühl/Baden 1977, (Veröffentlichung des Alemannischen Instituts Freiburg i.Br.), S. 375. Abweichende Dienstzeiten angegeben in Schaub, Matrikel Freiburg Bd. 1, S. 664, Fußnote zu Nr. 9: 1774-78 Kanzleiverwalter, 1779-1797 Obervogt und Stadtschultheiß. [Zum Text]
  16. Müller, Horb im 18. Jahrhundert, S. 13. Zum Franziskanerinnenkloster vgl. Michael Zerhusen, Frühere Ruine ist jetzt ein Prachtbau. In: Schwabo vom 12.5.2001. [Zum Text]
  17. Vgl. 2.3.AAAC.A Die Familie Gall. [Zum Text]
  18. Abb. in Theo Insam, Die Nachkommen des Anton Gall (1715-1791) Bürgermeister von Weilderstadt (Württ.) und der Catharina Beyerle, Nürnberg 1938, S. 66; Quarthal et al., Behördenorganisation Vorderösterreichs, Abb. 38. [Zum Text]
  19. Dieter Manz, Die Liebfrauenkapelle (Spitalkirche) in Horb am Neckar. Geschichte - Kunstwerke, Horb a.N. 1983, S. 41. Dort sind alle erwähnten Grabsteine abgebildet. Einige davon sind auch in Steim, Martin Gerbert abgebildet. [Zum Text]
  20. Vgl. OSB Nagold, Nr. 2321. [Zum Text]
  21. Werner Hubig, Konflikte in Weil der Stadt während des 17. und 18. Jahrhunderts. Verfassungsentwicklung einer kleinen Reichsstadt von 1648 bis 1803, Frankfurt a.M. etc. 1994, (Europäische Hochschulschriften: Reihe 3, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften; Bd. 602), zugl. Tübingen, Uni, Diss. 1992, S. 133. Zur Familie Gall vgl. Theo Insam, Die Nachkommen des Anton Gall (1715-1791) Bürgermeister von Weilderstadt (Württ.) und der Catharina Beyerle, Nürnberg 1938. [Zum Text]
  22. Hubig, Konflikte in Weil der Stadt, S. 89f. [Zum Text]
  23. Hubig, Konflikte in Weil der Stadt, S. 127. Zur Funktion des Ausschusses vgl. ebd. S. 43-48. [Zum Text]
  24. Friedrich Schaub, Die Matrikel der Universität Freiburg i.Br. von 1656-1806, Bd. 1, Freiburg i.Br. 1955, 1769/70, Nr. 7. [Zum Text]
  25. Insam, Nachkommen Anton Gall, S. 132. Zu Franz Josef vgl. dtv-Lexikon in 20 Bänden, Bd. 6, Mannheim, München 1990, S. 184. [Zum Text]
  26. Über Anton Gall vgl. Insam, Nachkommen Anton Gall. [Zum Text]
  27. Abb. in: Theo Insam, Ahnentafel des Franz Christian Klaus Theodor Insam, mit einem Anhange: die Nachfahren seiner acht Ururgroßeltern-Paare, Nürnberg 1935, Tafel nach S. 19; Insam, Nachkommen Anton Gall, S. 11, 18. [Zum Text]
  28. Abb. in: Insam, Nachkommen Anton Gall, S. 18. [Zum Text]
  29. Hubig, Konflikte in Weil der Stadt, S. 77f. [Zum Text]
  30. Hubig, Konflikte in Weil der Stadt, S. 133. [Zum Text]
  31. Hubig, Konflikte in Weil der Stadt, S. 80 (Anm. 35), 142 (Anm. 328). [Zum Text]
  32. Hubig, Konflikte in Weil der Stadt, S. 216. [Zum Text]
  33. Insam, Nachkommen Anton Gall, S. 13. [Zum Text]
  34. Gustav Toepke, Die Matrikel der Universität Heidelberg, Bd. 4, Heidelberg 1903, S. 237. [Zum Text]
  35. Insam, Nachkommen Anton Gall, S. 133. Vgl. 5.3.AAACD Ahnengleichheit zu Joseph Victor v. Scheffel. [Zum Text]
  36. Joachim Köhler, 600 Jahre Stiftskirche Heilig-Kreuz in Horb. Eine Festschrift, Horb a.N. 1987, S. 187. [Zum Text]
  37. Abb. ebd. S. 195. [Zum Text]

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